DIPLOM-ÜBERSETZERIN · PUBLIZISTIN · FELDENKRAIS-LEHRERIN

Literaturgesellschaft Hessen e.V. (LIT)

siehe auch www.lit-hessen.de

(Am 1.3.17: ich war bis 2008 Vorsitzende, danach kandidierte ich nicht mehr. Unter "www.lit-hessen" hatte ich ein weitläufiges Archiv angelegt, das eine der späteren Vorsitzenden leider löschte. So bleiben mir hier einige Lücken.)

1996 in Frankfurt gegründet, hat die "Literaturgesellschaft Hessen" die Ziele und Inhalte des bis 1995 bestehenden Förderkreises übernommen, der seit Mitte der Achziger Jahre in Hessen an der Seite des VS Hessen aktiv war. Seine Hauptaufgabe bestand schon immer darin, einmal im Jahr "Autorentage" auszurichten, die es in Hessen bereits seit 1976 gab und die seit der Existenz der LIT in "Hessische Literaturtage" umgetauft worden sind. Grundsätzlich ist die LIT der Förderung von Literatur verpflichtet. (Siehe Satzung). Bei der Gründung übernahm Heinrich Dreoge den Vorsitz. Da er aber auch einen Verlag betrieb, befürchtete er Interessenkollisionen, und so übernahm ich 1998 den Vorsitz.

Hessische Literaturtage

1999 veranstaltete die LIT ihre ersten "Hessischen Literaturtage" in Rüsselsheim, von Heinrich initiiert, ich arbeitete mich ein. Unvergesslich: Peter Kurzecks Stimme im Festungskeller, im Wechselspiel mit einem Saxophon. 2001 eröffneten wir die Literaturtage in Büdingen. Hier fand zum erstenmal ein Poetry-Slam statt, als eine Neuerung, die Jugend zur Literatur lockte. 2002 waren wir in Limburg an der Lahn, und 2004 konnte sich Bad Hersfeld an den Literaturtagen erfreuen. Auch hier Peter Kurzecks Lesung in meiner Erinnerung, vor allem aber das gemeinsame Gespräch danach. Im November 2005 fanden die Hessischen Literaturtage in Mörfelden-Walldorf statt. Ende September 2006 wurden sie in Wiesbaden abgehalten.  2008 richtete ich zusammen mit dem Leiter der Stadtbücherei  Offenbach meine letzten Literaturtage aus, da ich nicht mehr für den Vorsitz kandidierte (ich wollte wieder selber schreiben). In Offenbach stellten wir zum ersten Mal Autoren aus Deutschland vor, die nicht auf deutsch schreiben; wir hatten neben der Vorbereitung entsprechender Übersetzungen für das Gespräch eine Simultandolmetscherin engagiert. Hier trat auch Asli Erdogan auf, jene filigrane türkische Schriftstellerin, die jetzt (d.h. 2016) wegen ihrer freien Meinung in ihrer Heimat vor Gericht gestellt wird. Die jüngsten Literaturtage fanden 2016 wieder in Rüsselsheim statt.

Nach dem Tod von Gründungsmitglied Dr. Gerhard Beier schrieb die LIT zum erstenmal den "Gerhard-Beier-Literatur-Preis" aus, der nach Büdingen (2001) und Limburg (2002) 2006 in Wiesbaden zum dritten Mal vergeben wurde. Der Preis bezifferte sich auf 1.500 Euro. Er wird für ein veröffentlichtes, literarisches Werk vergeben, das, wie gesagt,  auch gesellschaftspolitische Bezüge aufweist und das von einem/einer hessischen Autor/in verfaßt wurde. Der Beierpreis  2008 ging an den Darmstädter Autor Rainer Wieczorek. Den Beier-Preis 2010 erhielt eine Darmstädter Autorin, die sich auf heiter-ernste Weise mit der preußischen Einführung der Kartoffelpflanze  befasste. 2016 ging er an Horst Samson für seine Gedichte.

Die LIT organisierte  eine Zeitlang monatliche Lesungen in der Seniorenbegegnungsstätte Mittlerer Hasenpfad 40 in Frankfurt, und in unregelmäßigen Abständen ein "literarisches Frühstück" an verschiedenen Orten, bei dem wir uns gegenseitig mit unseren Werken näher kennen lernen konnten.

Im Frühjahr 2006 erschien das Buch "Hessische Autoren im Porträt" (Jonas-Verlag), an dessen Entstehen die LIT durch jahrelange Förderung beteiligt ist. Auch ich bin darin vertreten.

Die LIT ist Mitglied im Hessischen Literaturrat.

Ihre Projekte werden u.a. vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt.

 

Vorsitzende war ich von 1998 bis 2008. Danach folgte Barbara Hennings in dieser Funktion, trat aber 2010 zurück. Es fand sich kein Nachfolger, wir suchten vielfältig und schrieben uns sogar in das Register des Instituts für Sozialforschung ein, in das Leute, die eine ehrenamtliche Arbeit suchen, Einblick nehmen können. So fand uns eine junge Unternehmerin; sie kandidierte, nachdem sie erklärt hatte, sie wolle Mitglied werden, für den Posten der Vorsitzenden. Als Fachfrau für "Kommunikation", die mit dem Computer selbstverständlich vertraut war, schien es, dass sie eine neue Epoche einläuten könnte.

Spüäter zeigte sich leider eine tiefe Kluft zwischen einigen Anhängern der neuen Vorsitzenden und den bisherigen Mitgliedern. Offenbar verstand die junge Frau den Verein als Veranstalter von literarischen Lesungen mit namhaften Autoren, wo es nur auf die Zahl der Besucher ankam, nicht auf die literarische Förderung von hessischen Autoren. Damit waren die meist selbst schreibenden Mitglieder nicht einverstanden.

Es erwies sich, dass die vor einem Jahr gewählte Vorsitzende damals doch nicht Mitglied geworden war, sondern diesen Schritt erst ein halbes Jahr später tat, und das auch nur auf sanften Druck unserer Schatzmeisterin hin. Damit war ihre Wahl ungültig. Wir mussten eine neue Mitgliederversammlung einberufen; auf dieser wurde nun Claus Peter Leonhard zum Vorsitzenden gewählt. Er ist Autor, ehemaliger Buchhändler und hat Erfahrungen auch auf organisatorischer Ebene; er bringt neue Ideen, neue Tatkraft ein.

Februar 2013: Leonhard wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt, mit ihm Maria Regina Kaiser als Stellvertreterin, Susanne Czuba-Konrad als Schriftführerin undGerda Jäger als Schatzmeisterin. Für die Zeit vom 6.-10. April sind in Steinau an der Straße die Hessischen Literaturtage geplant.

20.11.16: Die Literaturtage in Steinau fielen leider aus. Doch Anfang dieses Jahres organsierte die Lit unter der Leitung von Gerda Jäger die Literaturtage in Rüsselsheim, die erfolgreich verliefen. 

1. 3.2017:

Die Beziehungen im Vorstand erlauben kein gemeinsames Arbeiten mehr; da sich niemand meldete, der den Vorsitz übernehmen und dem Verein neuen  Mut einflößen wollte, wurde am 24. Feburar zu einer Auflösungsversammlung gerufen. Bei der Abstimmung entschieden sich 5 Teilnehmer gegen eine Auflösung und nur 4 dafür. Es gab noch immer niemanden, der Verantwortung übernehmen wollte. Die Versammlung vertagte sich.

 

 

 


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